ISSN 1864-5682


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Staffelkapitän 5./JG 300, rote "1"

OLtn. Klaus Bretschneider

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Fw 190A7 mit FuG217

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das Foto dazu

interessante Info zur roten "1"

Ltn. Klaus Brettschneider in seiner Fw 190A-7 oder A-6, rote "1N". Das Bild offenbart einige hochinteressante Details:

  1. Beachte die Antennen auf der linken Tragfläche, auf der vorderen Rumpf. Ein sogenanntes Neptun-Gerät wurde hier eingebaut, um die Nachtjagd zu verbessern.
  2. Desweiteren scheint die rote 1N eine Umrandung zu tragen.
  3. beachte das Wappen auf der Motorhaube, die springende Wildsau auf weißem Grund
  4. Die Aufnahme stammt vom März 1944, Rheine

Lt. Klaus Brettschneider in his Fw190A-7 or A-6 Red "1N". The photo contains the folowing interesting details: 

  1. Note the antennae on the left wing and forward fuselage. This is an example of the so-called " Neptun-Gerat" given to the nightfighters for operational testing.
  2. The Red "1N" has a white outline.
  3. There is a unit emblem on the cowling, a leaping wild boar on a white shield.
  4. The shot was taken at Rheine, March 1944
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OLtn. Klaus Bretschneider, geb.: 04.05.1920 in Berlin-Steglitz, flog hauptsächlich (s)eine Fw 190A-8/R2, einen gepanzerten "Sturmbock" mit dem Nickname "Rauhbautz VII", WNr 682204. 
Klaus Bretschneider war mit 24 Jahren Staffelkapitän der 5./JG 300, ein furchtloser, aggressiver und vorbildhafter Flugzeugführer. Am 19.07.1944 wurde Klaus Bretschneider zum Staffelkapitän der 5./JG300 berufen. Er zählt zu den erfolgreichsten Nachjäger des JG300. In nur 20 Einsätzen für das JG300 "Wilde Sau"  schickte er 14 britische Bomber zu Boden. Bis in den Herbst 1944 war er ebenso erfolgreich. Am 7.10.1944 gelang ihm der Abschuß von drei Bombern B -17 Bomber wobei er nach unbestätigten Aussagen den letzten durch ungewolltes Rammen vernichtete. Bretschneider konnte sich dabei durch einen Fallschirmabsprung retten. Am 18.10.1944 wurde ihm für seine Erfolge das Ritterkreuz zuerkannt. Der ewige Leutnant wurde im November 1944 zum Oberleutnant befördert. Insgesamt gehen 31 Luftsiege auf sein Konto. Nach Aussagen seiner Kameraden ahnte er bereits seinen Untergang nahen. Seine Worte sollen gewesen sein:

"Als Leutnant habe ich mich immer wohl gefühlt. Aber jetzt, wo ich den "Dödel" bekommen habe und Oberleutnant werde, sehe ich das Unheil auf mich zukommen. Das Kriegsjahr 44 werde ich nicht überleben"

Am 24.12.1944 kehrte OLtn. Klaus Bretschneider nicht mehr von seinem Einsatz aus dem Raum Kassel zurück. Nach einem erfolgreichen Luftkampf erzielte er seinen 34 Abschuß und wurde dann das Opfer einer P-51. Mit insgesamt 34 Luftsiegen, davon 14 bei der Nachtjagd und 17 bei der Tagjagd schrieb sich Klaus Bretschneider in die Liste der erfolgreichen Flugzeugführer des JG300 ein.
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Klaus Bretschneider letzte Ruhestätte befindet sich in Berlin auf einem einsamen Friedhof. Dort wurde ihm und allen gefallenen Kameraden im August des Jahres 1999 im Beisein aller noch lebenden Angehörigen des JG 300 ein Gedenkgottesdienst abgehalten.

 "BOBO" hält mit gerührter Anteilnahme und etwas gebrochener Stimme eine Ansprache zu Ehren der Gefallenen des JG300.

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Nachfolgende Bilder wurden von BOBO in fremden Fotoalben entdeckt. Ich danke an dieser Stelle Peter Bock für die freundliche Überlassung!

aus diversen Fotoalben zusammengestellt:

BRETTS~3.JPG BretschneiderNew.jpg BRETTSCH.JPG
unbek. Bild1 unbek. Bild2 unbek. Bild3
BRETTS~1.JPG BRETTS~2.JPG Bretschneider1.jpg
unbek. Bild4 unbek. Bild5  
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  Bauer/ Bretschneider Bauer/ Bretschneider
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  Rote "1" im Waldstück bei Löbnitz  
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