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Werdegang Friedrich-Karl Müller

Friedrich-Karl Müller wurde am 4. Dezember 1912 in Sulzbach im Saargebiet geboren. 1934 konnte er einen Flugausbildungsplatz bei der Lufthansa erhielt er seine Pilotenscheine.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges meldete sich Müller zur Luftwaffe und wurde dem KG z.b.V. 172 als Transportflieger zugewiesen. Er kam zur 5. Staffel und nahm mit dieser am Polenfeldzug teil. Im Februar 1940 wurde F.-K. Müller Ausbilder an der Blindflugschule 4 und zwischen September und Dezember 1942 diente er an der Blindflugschule 7.
Am 13. Dezember 1942 wurde Müller zur I./KG 50 versetzt, welche mit He 177 Ausgestattet war. Während seiner Zeit mit der Gruppe war er deren Technischer Offizier. Im Sommer 1943 war Hajo Herrmann auf der Suche nach erfahrenen Blindflugexperten für sein Nachtjagdverfahren "Wilde Sau". Wegen seiner langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet war Nasenmüller der ideale Kandidat für Herrmann. Von seiner Gründung im Juni 1943 an war F.-K. Müller TO des JG 300.

In der Nacht vom 3. Auf den 4. Juli 1943 erzielte F-K Müller seinen ersten Luftsieg im Wilde-Sau-Verfahren, er sollte einer der herausragenden Experten in der ungeführten Nachtjagd werden. Ende November 1943 wurde Müller der Staffelkapitän der 1./JG 300, zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 19 bestätigte Luftsiege. Zuvor hat es ihn in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober erwischt. Wegen Motorschadens musste er aus seinem Jäger aussteigen und verletzte sich leicht bei der harten Landung.

 

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SLW Müller

Anfang 1944 wurde Müller mit der Aufstellung der 1./NJGr 10 beauftragt. Die Einheit sollte neue Ausrüstung für einmotorigen Jäger in der Nachtjagd testen. Am 23. Juli 1944 wurde Friedrich Karl Müller das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes in Anerkennung seiner Erfolge in der Nachtjagt verliehen. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte er 23 Gegner im nächtlichen Luftkampf bezwingen. Schon einen Monat später, am 25. August, wurde Müller Gruppenkommandeur der I./NJG 11. Die Einheit war mit einmotorigen Jägern ausgerüstet, welche technische Hilfsmittel für das Aufspüren feindlicher Flugzeuge an Bord hatten.

Zur Jahreswende 1944/45 änderte sich das Einsatzspektrum. Immer öfter mussten auch nächtliche Bodenangriffe gegen Züge und Nachschublinien geflogen werden. Seinen 29. und 30. Abschuss erzielte F-K Müller in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar 1945. Gegen Ende des Krieges erhielt die I./NJG 11 noch einige Me 262 Nachtjäger zu Testzwecken. Müller überlebte den Krieg und starb am 2. November 1987. "Nasen" Müller erzielte 30 Luftsiege bei Nacht auf 52 Feindflügen. Alle Gegner wurden in der ungeführten Nachtjagd ("Wilde Sau") abgeschossen.

 

Für das NJVK bzw. JG300 erzeilte er 18 Luftsiege bis zum 18.10.1943, danach wechselte er zum NJG10 bzw. NJG11.

Auszeichnungen:

  • Ehrenpokal (26. November 1943)
  • Deutsches Kreuz in Gold (25. November 1943)
  • Ritterkreuz (27. Juli 1944)

Letzte Ruhestätte in Ludwigshafen

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